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Wohnungslosigkeit muss nicht sein – Erfolgsprojekt „Präventive Hilfen für Menschen im Wohnungsnotfall“ im Oberbergischen Kreis wird weitergeführt

16.08.2019

Die Beteiligten an dem Erfolgsprojekt (v.l.n.r.):  Stefanie Baum, Landschaftsverband Rheinland, Lisa Heister- Voigt, Mitarbeiterin Prävention, Jürgen Thomas, Referent Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein- Westfalen, Nina Schlüter, Evaluation, StadtRaumkonzept Dortmund, Morten Kochhäuser, Mitarbeiter Prävention, Wohnhilfen Oberberg, Karin Keller, Leiterin Soziale Dienste des Gesundheitsamts, Oberbergischer Kreis, Gabi Schmidt, Referatsleiterin, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein- Westfalen, Wilfried Fenner, Projektleiter, Kerstin Hartwich, Mitarbeiterin Prävention, Dietmar Kascha, Leiter des Amtes für soziale Angelegenheit OBK, Andreas Zimmermann, Abteilungsleiter, Landschaftsverband Rheinland, Susanne Hahmann, Geschäftsbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg, Ralf Schmallenbach, Dezernent für Gesundheit und Soziales OBK, Alexander Sbosny, Evaluation, StadtRaumkonzept Dortmund, Dr. Ekke- Ulf Ruhstrat, Wissenschaftliche Begleitung, Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung Bremen, Sergei Schmunk, Bewohnervertreter

Menschen, denen aufgrund einer schwierigen Lebenslage der Wohnungsverlust droht, haben die Möglichkeit, im Oberbergischen Kreis schnell Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Mit dem Erfolgsprojekt „Präventive Hilfen für Menschen im Wohnungsnotfall im Oberbergischen Kreis“ wurde vor drei Jahren ein innovatives Beratungssystem entwickelt, dass direkte und unbürokratische Hilfen versprach. Das Modellprojekt erwies sich als erfolgreich und geht nun nach drei Jahren in die Regelfinanzierung. Mit dem Projekt der „Präventiven Hilfe“ werden im Oberbergischen Kreis neue Wege in der Bearbeitung von Wohnungsnotfällen gegangen. Mit der Übertragung der Beratung zur Wohnraumsicherung an die Wohnhilfen können Informationen über Räumungsklagen schneller ausgetauscht werden. Die Mitarbeiter nehmen kurzfristig Kontakt zu den Betroffenen auf und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach einer nachhaltigen Lösung, um die bestehende Wohnung zu sichern, eine andere Lösung zu finden und ggf. in weiterführende Hilfen zu vermitteln.

„Wir sind hier im Oberbergischen Kreis sehr gut vernetzt und die Zusammenarbeit mit den Sozialämtern, Jobcentern und Ordnungsämtern ist vorbildlich. Es wird keine Zeit verschwendet und wir alle hatten von Anfang an ein gemeinsames Ziel, nämlich die Existenz und die Wohnung für die betroffenen Personen zu sichern“, sagt Susanne Hahmann, Geschäftsbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg, Diakonie Michaelshoven. Die Idee zur „Präventiven Hilfe“ entstand 2016. Der Oberbergische Kreis und die Wohnhilfen waren sich schnell einig und von der Präventionsidee überzeugt. Das Konzept wurde zügig entwickelt, in der Praxis erprobt und die Finanzierung konnte bis Ende Juni 2019 durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit 337.000 Euro gesichert werden. Seit Juli übernehmen der Landschaftsverband Rheinland und der Oberbergischer Kreis hälftig die Kosten für den weiteren Betrieb des Dienstes.

„Die innovative Idee des Kreises und der Diakonie führt dazu, dass jetzt mehr Zeit zur Verfügung steht, um die (Miet-)Probleme der Betroffenen anzugehen und Lösungen zu entwickeln. Das bestätigt auch die Zahl der erfolgreich durchgeführten Beratungen. Dies und die jetzt erfolgte Verstetigung machen das Projekt zu einem besonders gelungenen Beispiel bei der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Wir hoffen, dass sich im Rahmen unserer Landesinitiative „Endlich ein Zuhause“, andere Landkreise ein Beispiel an diesem Projekt und dem Oberbergischen Kreis nehmen“ sagt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.

Der Landschaftsverband beteiligte sich an dem Projekt. „Das Projekt kann als Blaupause für weitere Regionen im Rheinland dienen“, findet Andreas Zimmermann, Abteilungsleiter des Landschaftsverband Rheinland. Ihm ist es wichtig, dass Hilfen frühzeitig einsetzen und nicht erst als Reparaturbetrieb, wenn die Probleme bereits sehr umfangreich sind.

“Wir freuen uns, dass dieses Projekt mit allen Beteiligten so reibungslos umgesetzt werden konnte und vor allem dass es wirkt. Das machte es auch leichter die Fortsetzung der Arbeit des Teams über den Haushalt des Oberbergischen Kreises weiter zu finanzieren. Die präventive Arbeit entlastet Kreis und Kommunen im Rahmen ihrer Daseinsfürsorge“, sagt Ralf Schmallenbach, Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises.

Eingebunden ist die Prävention in das integrierte Gesamthilfesystem mit seinen Angeboten der Aufsuchenden Arbeit, der Fachberatung, dem Ambulant Betreuten Wohnen und der Stationären Hilfe mit den Standorten Radevormwald, Wipperfürth, Gummersbach und Waldbröl.

Das Projekt wurde von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung Bremen (GISS) wissenschaftlich begleitet und beinhaltet die systematische Weiterentwicklung des integrierten Gesamthilfesystems für den Oberbergischen Kreis.

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